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Wilhelm Tell / Terror in den Tälern der Innerschweiz / Film SF1 10.10.10 um 20:05h
#1
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Die Schweizer Geschichte par excellence, die Sage von Wilhelm Tell, geschöpft aus Quellen wie dem «Weissen Buch von Sarnen» und der «Schweizer Chronik» des Aegidius Tschudi. Im Kern gleicht die Geschichte selbstverständlich der Version von Friedrich Schiller: Rütlischwur, Apfelschuss, Hohle Gasse. Produzent Albert Kälin und Regisseur Michel Dickoff haben 1960 keinen Aufwand gescheut, um den historischen Stoff für das Kino zu adaptieren. Sie drehten an Originalschauplätzen in Farbe und Breitwand und besetzten den Film mit der Crème der damaligen Schauspielergarde. Das Schweizer Fernsehen hat «Wilhelm Tell» aufwendig restauriert und zeigt den Klassiker als Auftakt einer kleinen Filmreihe zu SF Thema Gotthard.

Terror in den Tälern der Innerschweiz. Die Habsburger knechten, die Einheimischen leiden und begehren schliesslich machtvoll auf, von Not getrieben und vom Grimm bewegt. 1291 schleichen die Boten durch die lauen Julinächte, am ersten August kommt es zum geheimen Bund der drei Landgemeinschaften auf der nächtlichen Waldwiese am Vierwaldstättersee. Ein Eid besiegelt das Bündnis, aus dem die Schweiz werden soll. Aber weil für Gutes kein Platz auf Erden ist, schlagen die Vögte zur Strafe noch grimmiger zu, erfinden Schikanen wie den Hut auf der Stange in Altdorf, den man grüssen soll. Tell (Robert Freitag), der knorrige Verweigerer aus dem Hinterland, tritt auf, schiesst den Apfel vom Kopf des Sohnes und später den Pfeil in die Brust des Tyrannen Gessler (Wolfgang Rottsieper). Höhenfeuer brennen: Die Eidgenossen haben ihre Freiheit und ihren ersten Helden.



Zu Beginn der 1960er-Jahre waren in der Schweiz gleich zwei Filmprojekte mit dem Tell-Stoff in Arbeit. Franz Schnyder wollte mit kritischem Ansatz in «Tell, die Geburt der Freiheit» einen Helden zeigen, der von eigensüchtigen Hintermännern getäuscht und ausgenutzt wird. Anderseits war der Innerschweizer Geschäftsmann Josef Kälin bestrebt, einen Tell auf die Leinwand zu bringen, wie man ihn aufwendiger und teurer noch nie gesehen hatte. Die Opulenz obsiegte; die Produktionskosten stiegen in fünf Monaten Drehzeit von den geplanten anderthalb Millionen auf das Doppelte an. Allein die aus München herbeigeschaffte Beleuchtungsanlage kostete 300'000 Franken.



Die Darstellerliste liest sich wie ein Prominentenlexikon des damaligen Schweizer Theaters; selbst kleinste Rollen waren mit Publikumslieblingen besetzt. Doch die überrissenen Herstellungskosten konnte der Film in der Schweiz nicht einspielen. Und als sich ein Rettungsengel in Gestalt der Sovexportfilm näherte, welche den Film in Russland auswerten wollte, schlossen in der Schweiz die kalten Krieger ihre Reihen und verhinderten den Verkauf des Schweizer Freiheitshelden an die «roten Teufel».



Das Schweizer Fernsehen hat den ersten und - mit Ausnahme der «Tell»-Komödie von Mike Eschmann - einzigen einheimischen Spielfilm über den inzwischen nicht mehr ganz unumstrittenen Schweizer Nationalhelden aufwendig restauriert. Die Ausstrahlung zum Auftakt von SF Thema Gotthard im Programm von SF 1 präsentiert den Agfacolor-Klassiker auch zum ersten Mal in der ursprünglichen Breitbildfassung. (zitat sf.tv)


Film: Wilhelm Tell auf SF1 am 10.Okt.2010 um 20:05h


Weitere Programminformationen
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Film Titel: Wilhelm Tell
Untertitel: Schweizer Film
Uhrzeit: 20:05 Uhr - 21:50 Uhr
Laufzeit: 105 Minuten
Kategorie: Spielfilm
Produktion: Schweiz , USA 1960


Besetzung von Wilhelm Tell (1960)
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Alfred Schlageter - Walter Fürst
Robert Freitag - Tell
Hannes Schmidhauser - Melchtal
Heinz Woester - Attinghausen
Leopold Biberti - Stauffacher
Maria Becker - Stauffacherin
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Produzent: Josef R. Kaelin
Drehbuch: Karl Hartl, Luise Kaelin, Max Frisch, Michel Dickoff
Regie: Michel Dickoff

cu Tell
http://www.Tell.ch
http://www.Tell.ch      .:/ und ewig grüsst der Gessler \ :.
Wer kämpft kann verlieren. Wer nicht kämpft hat schon verloren!
"Man wisse zwar nicht ob Wilhelm Tell gelebt habe,
aber dass er den Gessler erschossen habe, stehe fest!" by Hans Weigel
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